Meine Bücher

Die Single-Falle: Frauen und Männer in Zeiten der Selbstverwirklichung.

Heyne Verlag, 2015

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Alles soll perfekt sein: der Job, das Aussehen, das Zuhause, die Beziehung. Das Ergebnis ist ein Gefühl des Ungenügens. Und die Liebe? Bleibt auf der Strecke. Zwar wünschen wir uns eine uns erfüllende Zweisamkeit – doch die scheint heute immer unerreichbarer. Viele leben als unglückliche Singles »undercover« in erkalteten Beziehungen. Oder sie bleiben gleich allein: Die Zahl der Singles wächst von Jahr zu Jahr. Das Unglück der Betroffenen ist groß, Ersatzbefriedigungen helfen über die unerfüllte Sehnsucht nach Nähe nicht hinweg. In dem Buch geht es um die Ursachen und die Folgen der um sich greifenden Vereinsamung und zeigt Wege aus der Single-Falle. Die Alternative wird aufgezeigt: der Rückkehr zur Selbstbestimmung und die Wiederentdeckung der Liebe.

 

 

 

 

Die sedierte Gesellschaft: Wie Ritalin, Antidepressiva und Aufputschmittel uns zu Sklaven der Leistungsgesellschaft machen. Heyne Verlag, 2014

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Nach meiner Erfahrung als Psychologin in einer Reha-Klinik schreibe ich über den Gesellschaftlichen Trend der Verlegung des Denkens. Die Modernität hat einen nicht immer wahrgenommenen Merkmal: Menschen neigen sich selbst weniger zu vertrauen, als sich selbst, sie setzten nicht mehr ihre eigene Vernunft. Eltern geben Psychopillen ihren Kinder, weil ihnen gesagt wird, dass ihr Kind nicht in Ordnung ist und das ist nur mit Tabletten zu beheben, Studenten betreiben Hirndoping, um die Prüfungen zu schaffen, und wer im Job überfordert ist, nimmt erst Aufputschmitteln und dann Antidepressiva oder Schlafmitteln. Inzwischen sind in Deutschland mehr als achtmal so viele Menschen von verschreibungspflichtigen Medikamenten abhängig wie von illegalen Drogen. Wirtschaft profitiert davon sehr gut. Nur kann der, der sich aufputscht und do zum Sklaven macht davon profitieren?

 

Putin´s Reich: Neostalinismus auf Verlangen des Volkes.

Aschenbeck media, 2009

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Der originale Titel des Buches war „Die Machtanbetung“. In dem Buch geht es um das Phänomen, was in Wissenschaft unter der Bezeichnung „Autoritäre Charakter“ oder „Autoritäre Persönlichkeit“ verstanden wird. Als Machanbetung verstehe ich die kompensatorische Neigung einer „entmachteten“ Persönlichkeit die persönliche Stärke, die ihr sonst fehlt, zu gewinnen — das ist der Kern der autoritär-geprägten Persönlichkeit, die dazu neigt, den „starken Führer“ zu vorziehen, ihn blind anbeten und seine Gewalttätigkeit zu entschuldigen und befürworten, eine Aggression und Feindseligkeit (besonders den „schwächeren“ gegenüber) auszuüben, nach Vorurteile und Befangenheit handeln.

Dieses Buch habe ich basierend auf meine wissenschaftliche Forschung geschrieben, die erst theoretisch und danach auch empirisch war, wobei die Forschungsidee habe ich auf Grund meinen mehreren Erfahrungen mit einer autoritär-geprägter post-sowjetischen Kultur in der Ukraine entwickelt. Das Ziel der Forschung war herauszufinden, ob die so genannte negative Existentielle Position (ein Konzept aus Transaktionsanalyse) eine Voraussetzung der autoritären Persönlichkeit ist. Die Hypothese wurde bestätigt.

In dem Buch wird es das Phänomen der Machtanbetung beschrieben. Diese persönliche Neigung äußert sich in einer unbewussten Symbiose mit- und Überschätzung einer „Machtfigur“, die Gewalt ausübt und/oder verspricht. Diese Neigung hat nur derjenige, der seine eigene, von Natur vorhandene macht nicht Vertraut, weil dieses Selbstvertrauen vorher von ihm weggenommen wurde und stattdessen eine übertriebene Kompensationsneigung „installiert“. So ein Mensch ist typischerweise sehr Empfindlich zu den so genannten Ehre-Fragen, er sieht für sich als notwendig seine Ehre und seine Würde zu verteidigen, häufig auf Kosten der Verletzung der Ehre der Anderen. Dieser Mensch respektiert nur die „starke Hand“ und missachtet oder missversteht diejenigen, die auf Transparent, paritätische Beziehungen und die gleiche Rechte und Verpflichtungen für alle stellt. Er sieht die Welt und die Menschen als nicht gleich in ihrem menschlichen Wert, sondern „sortiert“ und hierarchisiert nach dem Prinzip „je näher zu der starken Hand, desto respektvoller.“ Es ist beschrieben, wie genau entwickelt sich das Phänomen der Machtanbetung, welche Faktoren aus der Familie unter der breiteren Gesellschaft tragen dazu bei, welche Rolle spielt die frühkindliche Erfahrung der so genannten Abwertung –Abwertung des subjektiv wahrgenommenen menschlichen Wert und seiner Würde, die gewisser weise als eine persönliche macht wahrgenommen werden. Nur der, der „entmachtet“ ist, neigt zu einer unkritische Machtanbetung und die damit verbundenen Konflikte und Kriege.

 

Rezensionen

"Die ukrainische Sozialpsychologin spricht aus, wovor sich westliche Beobachter meist drücken, wenn die Rede auf den Demokratieabbau in der Russischen Föderation kommt: nicht Putin ist das Problem, sondern dass sich die hinter ihm stehende Mehrzahl seiner Untertanen einen mit eiserner Hand regierenden Führer wünscht.

Kornyeyeva beschreibt die Ursachen für die Renaissance des Stalinismus in Russland und für die Sehnsucht vieler Russen nach einem Übervater. Sie erinnert daran, dass Russen bis vor 20 Jahren künstlich infantil gehalten wurden, weil man sie mit Waren von oben „versorgte“, jegliche Privatinitiative strafbar war und die staatliche Propaganda – wie heute wieder – allgegenwärtig." Barbara Kerneck in DER TAGESSPIEGEL

 

"Die ukrainische Sozialpsychologin Lena Kornyeyeva hat mit ihrem Buch eine schonungslose Analyse vorgelegt: So führt sie unter anderem die Popularität und Stabilität des Putin’schen Regierungssystems auf tief verankerte Autoritäts-Sehnsüchte in der russischen Gesellschaft zurück." HEINRICH-BÖLL-STIFTUNG

 

"Die aus der Ukraine stammende und an der Bremer Jacobs University forschende Sozialpsychologin sieht die Russen wie Kinder, die sich nach Liebe und Hieben der Eltern sehnten. „Machtanbetung“ nennt Kornyeyeva diese „rein russische Fähigkeit zu vergeben, diese Bereitschaft, das Verhalten der unbarmherzigen Staatsmacht zu rechtfertigen“. Folgerichtig nennt sie Putin einen Diktator, aber das Volk sei mittels moderner Polit-Technologien in seinem Selbstempfinden so manipuliert, dass es händeringend „jemanden sucht, der ihm das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit vermittelt“.

Was sich phasenweise nach typischer russischer Verschwörungstheorie anhört, dient aber einem erweiterten Herangehen an die Erforschung der Hintergründe der russischen Realität." Mathias Brüggmann im HANDELSBLATT

 

 

 

Buchbeiträge und Artikel

 

Kornyeyeva, L. (2017) Emotionale Kompetenz nach Claude Steiner: Eine kurze Einführung, in: Liebe ist die Antwort. Beiträge aus Psychotherapie, Pädagogischer Psychologie, Familienpsychologie, Wirtschaftspsychologie, Sozialpsychologie. Deutscher Psychologen Verlag, Berlin. eine 4-Seitige Druckversion als pdf

 

Kornyeyeva, L. (2017) Claude Steiner - Liebe ist die Antwort (Nachruf), VPP aktuell (Verband Psychologischer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Heft 36, März 2017, pdf

 

Kornyeyeva, L. (2016) Die Rolle der existentiellen Position bei der Prägung der autoritären Identität, in: Die Prägung von Mentalität und politischem Denken durch die Erfahrung totalitäter Herrschaft. Hg, von H. Hansen und B. Zehnpfennig, Nomos Verlag, Baden Baden link zu amazon

 

Kornyeyeva, L. (2016) Die digitale Spaßkultur macht dumm. CICERO, Online-Ausgabe, 29.07.2016

 

Kornyeyeva, L. (2015) Zur Epidemie der Medikalisierung mit Psychopharmaka. Tagesbericht zu „More Harm Than Good: Confrontig the Psychiatric Medication Epidemic“ in London/Roehampton. REPORT PSYCHOLOGIE, Ausgabe 11/12.2015

 

Kornyeyeva, L. (2014) Gottlöwenzahnblümchen. PREUSSISCHE ALLGEMEINE ZEITUNG, Ausgabe von 21.03.2014

 

Корнеева, Л. (2014) Инакомыслие, двумыслие, безмыслие или Интеллектуалы в периоды раздора. ЗЕРКАЛО НЕДЕЛИ от 14.03.2014. Zur online-Ausgabe

 

Корнеева, Л. (2014) О смыслах, релятивизме и адаптивности. Доклад на научно-практической

конференции АКТУАЛЬНЫЕ ПРОБЛЕМЫ СОВРЕМЕННОЙ ЭКЗИСТЕНЦИАЛЬНОЙ ПСИХОЛОГИИ И ПСИХОТЕРАПИИ, 26 ноября 2014, Одесса, Украина. Zur pdf

Корнеева Л. (2012) Образ чужого и мультикультурализм. Эссе, получившее диплом 5-го конкурса «Миграция и интеграция мигрантов в Европе и России» в 2012 году. Zur online-Ausgabe

 

Kornyeyeva, L. (2010) Einwachsen statt auswachsen FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG, Ausgabe von 06.09.2010

 

Корнеева, Л. Уроки викинга Андерса Брейвика. НОВАЯ ГАЗЕТА от 17 августа 2011 Zur pdf

 

Корнеева, Л. Плохой русский Виктор Ерофеев. НЕЗАВИСИМАЯ ГАЗЕТА от 26 января 2011 года. Zur online-Ausgabe

 

Kornyeyeva, L. (2008) Die Machtanbetung, in: Identität, Flucht: Archicultura. Heft 2 Taschenbuch – 5. Dezember 2008

von Nils Aschenbeck (Herausgeber), Lena Kornyeyeva (Autor), Roman Schnur (Autor) Als Print Version